Vom 21. bis 27. Juni machte sich der gesamte Jahrgang 10 mit 70 Schülerinnen und Schülern sowie ihren Klassenlehrkräften auf den Weg nach Krakau. Als gemeinsames Highlight zum Ende ihrer sechsjährigen Schulzeit erwartete die Schülerinnen und Schüler eine abwechslungsreiche Woche voller Geschichte, Kultur und gemeinsamer Erlebnisse. Bei strahlendem Sonnenschein bot die ehemalige polnische Königsstadt dafür beste Voraussetzungen.
Nach unserer Ankunft am Montagmorgen erkundeten die Schülerinnen und Schüler Krakau zunächst auf eigene Faust und sammelten erste Eindrücke von der wunderschönen Altstadt. Anschließend teilte sich der Jahrgang: Während eine Gruppe die Tochter einer Holocaust-Überlebenden traf, die die bewegende Geschichte ihrer Mutter erzählte, begab sich die andere Gruppe mit „Crazy Mike“ auf eine ebenso humorvolle wie spannende Tour durch das ehemalige sozialistische Viertel Nowa Huta. Die Mischung aus Geschichte und unterhaltsamen Anekdoten machte diesen Programmpunkt zu einem echten Highlight.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Gedenkens. Gemeinsam besuchten wir die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Eindrücke dieses Ortes werden vielen sicher noch lange im Gedächtnis bleiben und boten Anlass, sich intensiv mit den Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen.
Am dritten Tag lernten wir Krakau bei einer Stadtführung noch besser kennen. Dabei erfuhren wir viel über die Geschichte der Stadt und besichtigten anschließend die beeindruckende Wawel-Kathedrale, eines der bekanntesten Wahrzeichen Polens.
Ein weiteres Highlight wartete am vierten Tag auf uns: der Besuch des berühmten Salzbergwerk Wieliczka. Tief unter der Erde erkundeten wir die faszinierenden Stollen, riesigen Hallen und kunstvoll aus Salz gestalteten Figuren. Nach so vielen kulturellen Eindrücken durfte natürlich auch der Spaß nicht zu kurz kommen – den Nachmittag ließen wir gemeinsam bei Bowling und Billard entspannt ausklingen.
Am letzten Tag begaben wir uns auf die Spuren des jüdischen Lebens in Krakau. Bei einem Rundgang durch das jüdische Viertel Kazimierz erhielten wir spannende Einblicke in dessen bewegte Geschichte. Den Abschluss bildete der Besuch der Oskar Schindler Fabrik, die eindrucksvoll zeigt, wie eng die Geschichte Krakaus mit den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs verbunden ist.
Am Abend traten wir schließlich die Heimreise an – mit vielen neuen Eindrücken, bewegenden Momenten und schönen Erinnerungen im Gepäck. Die Woche hat noch einmal gezeigt, wie viele gemeinsame Erlebnisse die Schülerinnen und Schüler in den vergangenen sechs Jahren miteinander geteilt haben und was diesen Jahrgang auszeichnet. So war die Abschlussfahrt nach Krakau ein gelungener und würdiger Schlusspunkt einer gemeinsamen Schulzeit, die allen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.









