Im Rahmen der schulischen Präventionsarbeit fand in den 9. Klassen eine vierstündige Drogenpräventionsveranstaltung mit dem Referenten Norbert Duschek aus Berlin statt.
Zu Beginn erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam verschiedene Aspekte rund um das Thema Sucht. Dabei wurden illegale Drogen, allgemeine Suchtmittel, Merkmale einer Abhängigkeit sowie mögliche Ursachen und Gründe für Suchtverhalten gesammelt und diskutiert. Die Jugendlichen beteiligten sich aktiv und brachten ihr Vorwissen sowie eigene Gedanken engagiert in die Gespräche ein.
Besonders eindrucksvoll war der anschließende persönliche Lebensbericht des Referenten. Offen und authentisch schilderte Herr Duschek seinen Weg in die Sucht – beginnend mit Alkohol und dem vermeintlich harmlosen Konsum von Haschisch. Anhand seiner eigenen Geschichte machte er deutlich, wie schleichend sich eine Abhängigkeit entwickeln kann und welche schwerwiegenden Folgen diese für das eigene Leben sowie für Familie und Freunde haben kann. Die Schilderungen über den Verlust vieler Weggefährten, die bereits in jungen Jahren an den Folgen ihres Drogenkonsums verstarben, hinterließen bei den Schülerinnen und Schülern einen nachhaltigen Eindruck.
Durch die gezeigten Bilder aus seinem damaligen Leben sowie von verstorbenen Freunden wurden die Folgen von Sucht und Drogenmissbrauch zusätzlich greifbar und bewegend dargestellt. Während der gesamten Veranstaltung herrschte eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der die Schülerinnen und Schüler aufmerksam zuhörten und sich respektvoll mit dem Thema auseinandersetzten.
Im Nachgang wurde die Veranstaltung durch die Schulsozialarbeit reflektiert. Dabei zeigte sich, dass viele Jugendliche die persönlichen Erfahrungen des Referenten als besonders eindrücklich wahrgenommen haben. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren positiv. Insbesondere die Offenheit und Ehrlichkeit des Referenten sowie die lebensnahen Einblicke wurden als sehr wertvoll empfunden.
Die zentrale Botschaft der Veranstaltung lautete, dass niemand vorhersehen kann, wohin bereits das einmalige Probieren einer vermeintlich „leichten“ Droge führen kann. Was zunächst harmlos erscheint, kann der Beginn einer Entwicklung sein, die das gesamte Leben beeinflusst. Die Veranstaltung leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung der Jugendlichen und zur Stärkung ihrer Fähigkeit, verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen.