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„Lasst uns niemals dieses Grauen vergessen!“ – 7. Gedenkstättenfahrt nach Verdun

Am 05. und 06. Juni 2026 unternahmen 33 Schülerinnen und Schüler unserer Schule gemeinsam mit Herrn Frigger und Frau Vonnahme eine zweitägige Gedenkstättenfahrt nach Verdun in Frankreich. Ziel der Exkursion war es, die historischen Schauplätze der Schlacht um Verdun kennenzulernen und sich intensiv mit den Folgen des Ersten Weltkriegs auseinanderzusetzen.

Bereits am frühen Freitagmorgen um 6:15 Uhr starteten wir mit dem Bus von Fürstenberg aus. Während der Fahrt wurden die Schülerinnen und Schüler über Präsentationen und Dokumentationen auf die bevorstehenden Besichtigungen eingestimmt.

Gegen 14:00 Uhr erreichten wir Verdun. Unser erstes Ziel waren mehrere Soldatenfriedhöfe, auf denen Gefallene unterschiedlicher Nationen und Kulturen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Die eindrucksvollen Anlagen machten deutlich, welche gewaltigen menschlichen Verluste der Krieg verursacht hat und wie Menschen verschiedenster Herkunft von den Ereignissen betroffen waren.

Anschließend besuchten wir das Beinhaus von Douaumont. Die dort aufbewahrten Gebeine von Zehntausenden unbekannten Soldaten hinterließen bei vielen einen nachhaltigen Eindruck. Danach nahmen wir an einer Führung durch die Festung Douaumont teil. Die unterirdischen Gänge und die Informationen über das Leben der Soldaten vermittelten einen authentischen Eindruck von den Bedingungen an der Front.

Am Abend bezogen wir unsere Zimmer im Hotel. Nach dem Erkunden der Stadt Verdun ließen wir den ersten Tag mit Freizeit und Abendessen ausklingen.

Der zweite Tag begann nach dem Frühstück mit einem kurzen Fußmarsch zur unterirdischen Zitadelle von Verdun. Während der zweistündigen Besichtigung erfuhren wir viel über die militärische Bedeutung der Anlage und das Leben der Soldaten während der Schlacht. Besonders die moderne Präsentation der historischen Ereignisse machte die Geschichte für uns greifbar.

Im Anschluss besuchten wir das interaktive Museum „Verdun Mémorial. Dort konnten wir anhand zahlreicher Ausstellungsstücke, Zeitzeugenberichte und multimedialer Stationen mehr über die Ursachen, den Verlauf und die Folgen des Ersten Weltkriegs erfahren.

Ein weiterer Höhepunkt war die Erkundung der ehemaligen Schlachtfelder sowie der Überreste des zerstörten Dorfes Fleury-devant-Douaumont. Das Dorf wurde während der Kämpfe vollständig zerstört und nie wieder aufgebaut. Die Spuren der Vergangenheit sind dort bis heute sichtbar und erinnern eindringlich an die Zerstörungskraft des Krieges.

Am Nachmittag traten wir die Rückreise nach Fürstenberg an. Auch auf der Heimfahrt wurden Dokumentationen gezeigt. Außerdem sahen wir den Oscar-prämierten Film „Im Westen nichts Neues“. Diese Beiträge vertieften und ergänzten das Erlebte noch einmal. Um 21:00 Uhr erreichten wir schließlich wieder unsere Schule.

Die Gedenkstättenfahrt nach Verdun war für alle Teilnehmenden eine besondere und lehrreiche Erfahrung. Die Begegnung mit den historischen Orten machte deutlich, welche Folgen Krieg, Gewalt und Nationalismus haben können. Gleichzeitig zeigte die Fahrt, wie wichtig Erinnerungskultur, Völkerverständigung und der Einsatz für Frieden in Europa sind. Viele Schülerinnen und Schüler nehmen neue und bleibende Erkenntnisse, nachdenkliche Eindrücke und ein vertieftes Verständnis für die Geschichte mit nach Hause.