Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer blicken auf eine eindrucksvolle und erlebnisreiche Erasmus+-Fahrt nach Griechenland zurück. 13 Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs sowie zwei Lehrkräfte nahmen an einem Festival teil, das unter dem Motto „Europe in Harmony – Music Connecting Cultures“ stattfand. Ziel der Reise war die Music School of Xanthi in der nordgriechischen Stadt Xanthi – eine öffentliche Schule mit musikalischem Schwerpunkt.
Die Music School organisiert jedes Jahr im April ein großes Musikfestival, zu dem Schulen aus ganz Griechenland eingeladen werden. In diesem Jahr nahmen insgesamt 16 Schulen teil. In gemeinsamen Workshops arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an musikalischen Projekten, musizierten zusammen und tauschten sich über ihre Kulturen aus. Höhepunkt des Festivals war ein großes gemeinsames Abschlusskonzert auf dem zentralen Platz der Stadt.
Die Woche begann mit einem Besuch der Music School, bei dem die deutsche Gruppe herzlich vom Schulleitungsteam empfangen wurde. Anschließend führten griechische Schülerinnen und Schüler die Gäste in kleinen Gruppen durch die Schule und ermöglichten dabei spannende Einblicke in das griechische Schulsystem sowie den dortigen Unterrichtsalltag. Ein gemeinsames Mittagessen rundete den Besuch ab.
Ein besonderes Erlebnis war neben dem großen Eröffnungskonzert zum Thema Filmmusik auch die festliche Welcome-Party, die in einer großen Halle außerhalb der Stadt stattfand. Dort wurden alle teilnehmenden Schulen einzeln begrüßt. Bei gemeinsamem Essen und anschließender DJ-Musik kamen die Jugendlichen schnell miteinander ins Gespräch und knüpften neue Freundschaften.
Neben den musikalischen Aktivitäten stand auch Kultur auf dem Programm. So besuchte die Gruppe die etwa eine Stunde entfernte Hafenstadt Kavala. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck von der bewegten Geschichte der Region. Besonders beeindruckend waren das imposante römische Aquädukt, das Geburtshaus des ägyptischen Herrschers Muhammad Ali sowie die hoch über der Stadt gelegene Burganlage, die einen weiten Blick bis hin zum Olymp, der sagenumwobenen Heimat der griechischen Götter, bietet.
Auch Xanthi selbst begeisterte die Teilnehmenden. Die wunderschöne Altstadt mit ihren engen Gassen, historischen Gebäuden und zahlreichen Cafés hinterließ bei allen einen bleibenden Eindruck. Xanthi liegt in der Region Ostmakedonien und Thrakien und war über Jahrhunderte hinweg ein bedeutendes Handelszentrum, insbesondere für den Tabakhandel. Noch heute zeugen zahlreiche Herrenhäuser und Gebäude aus dem 19. Jahrhundert vom einstigen Wohlstand der Stadt. Durch ihre Lage nahe der türkischen Grenze ist Xanthi zudem bis heute von verschiedenen kulturellen Einflüssen geprägt, die das besondere Flair der Stadt ausmachen.
Bei einer Stadtrallye erkundeten die Jugendlichen die Stadt auf kreative Weise – so stellten sie markante Gebäude nach – und tauschten sich über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Griechenland und Deutschland aus. Dabei entstanden viele lustige Momente.
Für große Begeisterung sorgte außerdem der Besuch im „House of Shadows“. Die Ausstellung beeindruckte durch die außergewöhnliche Verbindung von Licht, Schatten und alltäglichen Gegenständen. Besonders die persönliche Führung durch den Künstler ermöglichte den Schülerinnen und Schülern eine unmittelbare und eindrucksvolle Begegnung mit dieser besonderen Kunstform.
Während des gesamten Aufenthalts fanden in der Stadt zahlreiche Konzerte statt, die den Jugendlichen die Möglichkeit boten, griechische Musik und Kultur hautnah zu erleben. Es wurde gemeinsam musiziert, gefeiert und getanzt. Das große Abschlusskonzert bildete den emotionalen Höhepunkt der Erasmus+-Fahrt.
Den letzten Tag verbrachte die Gruppe in Thessaloniki. Ausgehend vom berühmten Weißen Turm erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Stadt, genossen das sonnige Wetter und ließen die vielen Eindrücke der vergangenen Tage gemeinsam Revue passieren.
Die Erasmus+-Fahrt nach Griechenland wird allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Sie bot nicht nur spannende Einblicke in die griechische Kultur und das dortige Schulsystem, sondern zeigte eindrucksvoll, wie Musik Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander verbindet.













