Mit einer gut besuchten Vernissage wurde am Mittwoch, 5. Februar 2026 um 15.30 Uhr in der Kulturscheune in Fürstenberg die Ausstellung der kreativen künstlerischen Profil-AGs unserer Profilschule Fürstenberg eröffnet. Unter der Leitung der Bleiwäscher Kunstpädagogin Annette Lange und des Paderborner Künstlers Hyazinth Pakulla präsentierten Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten im Beisein der Schulleiterin Irmhild Jakobi-Reike, der Verantwortlichen der Kulturscheune Julia Mühlenbein, zahlreicher Eltern, Großeltern, Mitglieder des Lehrerkollegiums sowie weiterer Kunstinteressierter.
Die Ausstellung ist unter anderem Ergebnis einer seit mittlerweile 15 Jahren bestehenden Kooperation: Zunächst an der Realschule Fürstenberg, später an der Profilschule Fürstenberg, ist Hyazinth Pakulla im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schule“ tätig, das künstlerische Projekte an Schulen fördert. Im Mittelpunkt des Projekts steht laut des Paderborner Künstlers die Förderung besonders interessierter und engagierter Jugendlicher, die sich mit bedeutenden Kunstrichtungen auseinandersetzen und diese durch eigenes kreatives Arbeiten erfahrbar machen. In diesem Schuljahr lagen die Schwerpunkte in seiner Kunst-AG im Jahrgang 9/10 auf der Landschafts- und Portraitmalerei, dem Surrealismus sowie Pop Art. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten dabei eine eigene künstlerische Handschrift und experimentierten intensiv mit unterschiedlichen Materialien, Techniken und Gestaltungsprinzipien. Die Vernissage biete den Jugendlichen, so Pakulla, wertvolle Einblicke in die professionelle Präsentation von Kunst.
Die Kunstpädagogin Annette Lange, die ebenfalls seit 15 Jahren am Schulstandort in Fürstenberg tätig ist, erläuterte die Arbeiten der Jahrgänge 7 und 8: Diese gestalteten individuelle Landschaften mit mehreren Horizontebenen, die zunächst erkannt, skizziert, coloriert und anschließend auf Finnpappe übertragen wurden. Mit Mixed-Media-Techniken formten die Schülerinnen und Schüler dann experimentierfreudig die Oberflächen der Landschaften. Lange bezeichnete die Werke als sogenannte „Tunnel-Landschaften“, die Tiefe und Perspektive auf besondere Weise erfahrbar machen.
Ein weiterer Schwerpunkt der letzten Arbeitsgemeinschaften 7 bis 10 von Annette Lange war der Pointillismus. Bekannte Künstler wie Vincent van Gogh und Paul Signac nutzten diese Technik bereits, an deren Prinzipien sich auch die Schülerinnen und Schüler orientierten. Neben dem Portraitzeichnen und der figürlichen Darstellung des Menschen wurden die Entwürfe mithilfe der Rastermethode auf Leinwände übertragen, mit Acrylfarben ausgearbeitet und partiell durch funkelnde „Diamanten“ hervorgehoben – ein Ansatz, den Lange augenzwinkernd als „Pointillismus im Diamond Painting“ beschrieb.
Schulleiterin Irmhild Jakobi-Reike zeigte sich bei der Eröffnung begeistert über die Idee von Annette Lange und Hyazinth Pakulla, eine Ausstellung zu organisieren und lobte auch das Engagement der jungen Künstlerinnen und Künstler. Zugleich bedankte sie sich bei Julia Mühlenbein für die Möglichkeit, die Arbeiten für vier Wochen in der Kulturscheune präsentieren zu können. Pakulla und Lange regten an, eine solche Ausstellung künftig im Zwei-Jahres-Rhythmus zu organisieren – eine Idee, die bei den Anwesenden auf große Zustimmung stieß.





